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Schlagwort: Reiseblog

Camping in Portugal – Unsere Erfahrungen nach 5 Wochen mit dem eigenen Camper

Camping in Portugal stand schon lange ganz oben auf unserer Wunschliste. In den letzten Jahren waren wir bereits mehrmals mit dem Flugzeug, Mietauto oder Mietcamper unterwegs. Doch einmal mit unserem eigenen Camper bis nach Portugal zu fahren, war immer ein Traum. Die lange Anreise und die Schulferien hielten uns bisher davon ab.

Diesen Sommer hatten wir endlich fünf Wochen Zeit. Also packten wir unseren Camper, unsere Tochter Juna und unseren Hund Mocca und machten uns auf den Weg Richtung Süden.

Heute können wir sagen: Der Traum hat sich mehr als erfüllt. Und wir sind uns jetzt schon sicher, dass wir auch nächstes Jahr die rund 20-stündige Fahrt wieder auf uns nehmen werden.

Unser Start an der französischen Atlantikküste

Unsere Reise begann in Lacanau an der französischen Atlantikküste. Tragischerweise ist die Region heute von grossen Waldbränden betroffen. Als wir Mitte Juni dort ankamen, konnten wir die Gegend jedoch noch unbeschwert geniessen.

Halbleere Campingplätze, kilometerlange Sandstrände und perfekte Wellen sorgten für einen entspannten Start in die Ferien. Lediglich die Temperaturen von bis zu 43 Grad machten uns etwas zu schaffen.

Natürlich durfte auch ein Abstecher nach Hossegor nicht fehlen. Neben einigen Surf Sessions gehört ein Besuch der Surf Outlets dazu.

Ein kleiner Tipp für alle, die ebenfalls Richtung Portugal unterwegs sind: Der Wohnmobilstellplatz in Capbreton hat uns sehr positiv überrascht. Er ist einfach ausgestattet, liegt aber direkt hinter den Dünen und bietet Toiletten sowie Aussenduschen. Selbst auf unserer Rückreise Mitte Juli fanden wir dort problemlos noch einen Platz.

Camping in Portugal – endlich angekommen

Nach einem Zwischenstopp in Salamanca führte uns unsere Route über Sevilla schliesslich Ende Juni nach Olhão in Portugal.

Dieses Gefühl, endlich wieder die portugiesische Grenze zu überqueren, lässt sich kaum beschreiben.

Eines möchten wir bereits vorwegnehmen: Während unserer gesamten Reise haben wir keinen einzigen Campingplatz reserviert.

Genau diese Freiheit macht Camping in Portugal für uns so besonders. Wir entschieden jeden Morgen neu, worauf wir Lust hatten. Wollen wir bleiben? Weiterfahren? Einen Strandtag einlegen oder lieber in ein kleines Café sitzen? Alles war möglich. Und obwohl Sommerferien waren, fanden wir immer problemlos einen Stellplatz oder Campingplatz.

Die Algarve – schön, aber nicht ganz unser Tempo

Unsere ersten Tage verbrachten wir rund um Olhão, Faro und Lagos.

Die Landschaft ist wunderschön, allerdings war es uns dort bereits Ende Juni etwas zu touristisch. Auch Strände, an denen Hunde erlaubt oder zumindest toleriert werden, fanden wir deutlich schwieriger als erwartet.

Deshalb zog es uns schon bald weiter Richtung Westen.

Sagres – genau unser Vibe

Mit Sagres begann für uns der Teil Portugals, den wir besonders lieben.

Obwohl der Ort ebenfalls zur Algarve gehört, fühlt er sich komplett anders an. Weniger touristisch, rauer und entspannter. Wir vergleichen Sagres oft mit Exmouth in Australien – ebenfalls ein Ort mitten im Nirgendwo, der genau deshalb seinen ganz eigenen Charme hat.

Hier fanden wir wunderschöne Strände, an denen Mocca willkommen war. Wir gingen surfen, tranken Kaffee in kleinen Cafés und genossen einfach das Leben.

Ohne Programm. Ohne Zeitdruck.

Genau deshalb reisen wir.

Entlang der Westküste

Von Sagres aus fuhren wir gemütlich Richtung Norden.

Aljezur, Monte Clérigo und Porto Covo gehören für uns zu den schönsten Orten Portugals. Traumhafte Strände, gutes Essen, entspannte Menschen und genau die Atmosphäre, die wir suchen.

Dabei wurde uns einmal mehr bewusst: Wir brauchen keine luxuriösen Campingplätze. Für uns sind sie in erster Linie ein Ort zum Schlafen. Den grössten Teil des Tages verbringen wir ohnehin draussen – am Strand, im Wasser, im Café oder unterwegs.

Deshalb spielt es für uns kaum eine Rolle, ob ein Campingplatz fünf Sterne hat oder einfach nur sauber und ruhig ist.

Ericeira – unser Happy Place

Und dann kam Ericeira.

Eigentlich wollten wir drei Nächte bleiben.

Dann wurden daraus fünf.

Am Ende waren wir ganze sieben Tage dort.

Für uns ist Ericeira längst mehr als nur ein Ferienort. Es fühlt sich fast wie eine zweite Heimat an. Ich scherze manchmal, dass ich in einem früheren Leben wohl irgendwie hierher gehört habe.

Der Campingplatz ist einfach, bietet aber Meerblick und liegt nur wenige Gehminuten vom Städtchen entfernt. Juna war fast täglich mit dem Skateboard im Skatepark von Boardriders unterwegs, wir stöberten durch Surfshops, sassen in kleinen Cafés und lernten viele Familien kennen, die – genau wie wir – mit ihren Vans aus der Schweiz, Deutschland oder Österreich nach Portugal gereist waren.

Wir hätten problemlos noch eine weitere Woche bleiben können.

Irgendwann führte der Weg aber zurück Richtung Spanien, Frankreich und schliesslich in die Schweiz.

Unser Fazit zum Camping in Portugal

Würden wir wieder mit dem Camper nach Portugal fahren?
Ohne zu zögern.

Nicht, weil dort die luxuriösesten Campingplätze Europas auf uns warten. Ganz im Gegenteil. Viele Plätze sind einfach – und genau das gefällt uns. Man verbringt ohnehin die meiste Zeit draussen.

Was Portugal für uns so besonders macht, ist die Freiheit.

Leere Strände. Freundliche Menschen. Gutes Essen. Die Möglichkeit, morgens spontan zu entscheiden, wohin die Reise weitergeht. Keine Reservationen, keine fixen Pläne und trotzdem fast immer problemlos einen Stellplatz zu finden.

Auch mit Hund war Camping in Portugal für uns sehr unkompliziert. Abseits der grossen Touristenorte fanden wir viele hundefreundliche Strände und wurden in Restaurants und sogar in einigen Geschäften herzlich empfangen.

Für uns steht deshalb schon heute fest: Portugal wird uns auch in Zukunft immer wiedersehen.

Unsere Portugal-Route auf einen Blick

Reisedauer: 5 Wochen

Reisezeit: Mitte Juni bis Ende Juli 2026

Gefahrene Strecke: ca. 5000 km

Mit dabei: 2 Erwachsene, 1 Kind (8), 1 Hund

Campingplätze reserviert: keine

Unser persönliches Highlight: Ericeira

Unsere besuchten Campingplätze in Portugal (alle nicht vorreserviert im Juni/Juli)

Camping Mais in Olhão
Sehr einfacher Campingplatz mit praktisch nur PortugiesInnen und SpanierInnen und extrem vielen Festinstallierten. Irgendwie fanden wir die Atmosphäre aber noch witzig und das Essen im Campingrestaurant ist richtig urchig, aber gut. Es hat sogar einen Pool. Den Platz durften wir selber aussuchen.

Turiscampo in Lagos
Diesen Campingplatz haben wir für unsere Tochter besucht. Ein klassischer Yelloh! Campingplatz mit Pool, Supermarkt und sogar Kinderclub. Super gepflegt, super nette Leute. Aber halt klassisch. Der Stellplatz wurde uns zugewiesen. Von dort gelangt man mit dem öffentlichen Bus oder Uber ins Städtchen oder an den Strand.

Orbitur Camping Sagres
Anscheinend ziemlich schlecht bewertet; wir haben ihn aber geliebt! Super einfach, aber dadurch extrem relaxed. Den Stellplatz darf man sich selbst aussuchen und wir wählten einen am Rand mit freiem Aussicht auf die Wildnis. Der Camping ist etwas abseits; wir haben jeweils den Van genommen um ins Dorf oder an den Strand zu gelangen. Würde aber auch mit Bikes gehen. Mit schönem Restaurant und Minimarket.

Camping Serrao in Aljezur
Auch hier durften wir den Platz selbst auswählen und es gibt auch keine Parzellen. Wir fanden den Platz ganz sympathisch. Sehr viele Einheimische, alles sehr einfach, aber sauber. Inkl. Pool und Restaurant (hatten wir aber nicht genutzt).

Camping Costa do Vizir in Porto Covo
Auch den hatten wir spontan angefahren und konnten den Platz auswählen. Ein eher wieder klassischer Campingplatz mit Parzellen, Pool, Restaurant, Supermarket etc. Wir hatten das Gefühl, dass dort viele wirklich länger Ferien machen. Es war nicht ganz unser Style, aber absolut sauber und wohl mal neu renoviert. Für Portugal wohl eher ein luxuriöserer Camping. Wir fuhren jeweils mit dem Skateboard ins Dorf.

Ericeira Camping
Hier haben wir die längste Zeit verbracht. Den Stellplatz hatten wir uns selbst ausgesucht, nachdem wir gesehen hatten, dass ganz viel frei ist. Wir hatten dann eine tolle Einbuchtung mit Meerblick. Der Platz ist sehr einfach ohne Infrastruktur, resp. nur mit Sanitäranlagen, welche nicht immer ganz den Schweizer Ansprüchen genügten. Das hat aber unserer Begeisterung und dem Happyness Faktor keinen Abbruch getan ;-)
In etwa 15-20 Minuten ist man zu Fuss im Dorf.

In Portugal ist es aber nach wie vor an vielen Orten möglich, nicht auf klassischen Campingplätzen zu übernachten. Viele Dörfer stellen Parkplätze (meist sogar kostenfrei) für Camper zur Verfügung und in der Nähe von gewissen Stränden ist das Übernachten immer noch erlaubt. Einfach auf die Schilder schauen!

Nicole, Co-CEO und Marketing-Verantwortliche

Campingplätze voll? Unsere besten Tipps für spontane Camperferien im Sommer

Die Sommerferien stehen vor der Tür – und überall hört man dasselbe:

„Da ist sowieso alles ausgebucht.“
„Ohne Monate Planung findest du keinen Campingplatz mehr.“
„In der Hochsaison spontan los? Viel Glück.“

Ganz ehrlich?

Wir erleben das oft anders.

Natürlich ist in den Sommerferien mehr los. Aber gerade mit einem kompakten Camper ist oft viel mehr möglich, als viele denken.

Vielleicht liegt das daran, dass wir unterwegs weniger klassische Camper als vielmehr Reisende sind.

Wir lieben genau dieses Gefühl, morgens noch nicht ganz genau zu wissen, wo wir am Abend stehen werden.

Nicht, weil Chaos toll ist. Sondern weil genau dort oft die schönsten Erinnerungen entstehen.

Ein spontaner Halt am Meer. Eine kleine Gelateria irgendwo im Dorf. Ein Campingplatz, den man nie geplant hatte – und der sich plötzlich als Volltreffer herausstellt.

Gerade vor den Sommerferien möchten wir deshalb unsere wichtigsten Learnings teilen.

1. Denkt in Regionen statt in Campingplätzen

Unser wichtigster Tipp:

Versteift euch nicht auf den einen perfekten Campingplatz.

Gerade in der Hochsaison macht euch das oft unnötig unflexibel.

Wir planen eher so:

Nicht:

„Wir müssen genau auf diesen Platz.“

Sondern:

„Wir möchten Richtung Tessin.“
Oder:
„Wir möchten ans Meer in Kroatien.“

So bleiben plötzlich ganz viele Möglichkeiten offen.

2. Ein kompakter Camper macht spontanes Reisen einfacher

Ein kleiner Camper hat für spontane Reisen einen riesigen Vorteil:

Wenn sich etwas nicht richtig anfühlt, könnt ihr einfach weiterziehen.

Genau das haben wir an Pfingsten erlebt.

Unser erster Campingplatz im Tessin war eigentlich völlig okay. Nicht schlecht, nicht überfüllt – aber der Vibe hat für uns einfach nicht gepasst.

Und genau da lieben wir die Freiheit eines kompakten Campers.

Statt zu bleiben, haben wir spontan nochmals gesucht – und tatsächlich kurzfristig noch einen anderen Platz gefunden.

Am Ende war genau das die richtige Entscheidung.

Manchmal darf man einfach auf sein Gefühl hören.

3. Nicht immer die bekanntesten Plätze wählen

Unsere schönsten Erinnerungen sind selten auf den grossen, bekannten Campingplätzen entstanden.

Ein gutes Beispiel: unsere Kroatien Reise letzten Sommer.

Viele fahren auf die bekannten Inseln oder grossen Ferienanlagen.

Wir haben stattdessen spontan kleinere Campingplätze direkt am Meer auf dem Festland entdeckt.

Klein. Persönlich. Direkt am Wasser.

Und ehrlich? Genau dort hatten wir die schönsten Momente.

Manchmal lohnt es sich, bewusst etwas abseits der offensichtlichen Orte zu schauen.

4. Die schönsten Erlebnisse passieren oft unterwegs

Für uns ist der Campingplatz selten das eigentliche Ziel.

Der Camper ist eher unsere Basis für Erlebnisse.

Ein spontaner Kaffee mit Aussicht. Eine kleine Strandbar. Ein Dorf, das man eigentlich nur kurz anschauen wollte. Ein Spielplatz, den man zufällig entdeckt.

Die besten Erinnerungen entstehen oft zwischen zwei Destinationen.

Nicht dort, wo alles perfekt geplant war.

5. Nicht immer auf die Horrormeldungen hören

Vor Feiertagen und Sommerferien hört man gefühlt nur:

Stau. Chaos. Voll.

Und ja – natürlich hat es Verkehr.

Aber ehrlich gesagt: Unsere Erfahrung ist oft deutlich entspannter als die Schlagzeilen.

Was uns hilft:

  • bewusst früh oder später losfahren
  • klassische Hauptreisezeiten meiden
  • alternative Routen prüfen
  • flexibel bleiben

Gerade abseits der Hauptachsen entdeckt man oft sogar die schöneren Orte.

6. Diese Apps helfen uns unterwegs

Wir planen heute deutlich spontaner als früher.

Unsere kleinen Helfer:

Google Maps
Für spontane Restaurants, Zwischenstopps, Sehenswürdigkeiten oder Campingplätze.

Park4Night
Mega praktisch, um kleinere Plätze oder spontane Möglichkeiten zu entdecken.

ChatGPT
Zum Beispiel für Fragen wie:

„Schöne familienfreundliche Campingplätze in Kroatien“
„Geheimtipps unterwegs Richtung Tessin“
„Schöne Zwischenstopps auf dieser Route“

Gerade spontan unterwegs ist das oft überraschend hilfreich.

7. Nicht Perfektion suchen – sondern Erlebnisse

Ein grosses Learning von uns:

Nicht jeder Platz muss perfekt sein.

Manchmal reicht:

  • eine schöne Aussicht
  • eine gute Pizza um die Ecke
  • das Meer direkt vor der Tür
  • nette Menschen
  • ein Ort, der sich einfach richtig anfühlt

Die schönsten Erinnerungen entstehen selten dort, wo alles perfekt geplant war.

Unser wichtigster Tipp für die Sommerferien?

Einfach losfahren.

Natürlich hilft eine grobe Idee.

Aber manchmal lohnt es sich, nicht alles bis ins kleinste Detail zu planen.

Denn vielleicht entdeckt ihr genau unterwegs den Ort, den ihr nie gesucht – aber sofort geliebt habt.

Und vielleicht merkt ihr dann dasselbe wie wir:

Mit einem kompakten Camper wird man manchmal weniger Camper – und viel mehr Reisender.

FAQ: Spontan campen im Sommer

Kann man in den Sommerferien spontan campen?

Ja – unsere Erfahrung zeigt: Gerade mit einem kompakten Camper ist oft mehr möglich als gedacht. Wer flexibel bleibt, findet häufig auch kurzfristig schöne Plätze.

Wie findet man spontan Campingplätze?

Wir nutzen vor allem Google Maps, Park4Night und teilweise ChatGPT für Ideen unterwegs.

Funktioniert spontanes Campen auch in Kroatien?

Unsere Erfahrung: Ja. Gerade kleinere Campingplätze auf dem Festland haben uns oft positiv überrascht.

Ist ein kleiner Camper besser für spontane Reisen?

Aus unserer Sicht: Ja. Ein kompakter Camper macht spontanes Reisen einfacher, weil man flexibel bleibt und spontan weiterziehen kann.

Warum sich Ferien im Camper nach Zuhause anfühlen

Eine Ferienentscheidung, die mehr ausgelöst hat als erwartet

Diesen Winter stand ich vor einer ungewohnten Situation. Wir hatten gerade keinen eigenen fertigen Camper zur Verfügung und gleichzeitig Ferienzeit. Also stellte sich ganz pragmatisch die Frage, wie wir unsere Ferien verbringen wollten.

Viele Menschen schwärmen von Ferienwohnungen. Mehr Platz, eine eigene Küche, eigenständig, gut planbar. Das klingt logisch und vernünftig. Also entschieden wir uns bewusst für diese Variante.

Wenn alles stimmt – aber sich trotzdem nicht richtig anfühlt

Die Wohnung war grundsätzlich schön. Gut gelegen, funktional eingerichtet, sauber und praktisch. Alles da, was man braucht. Und trotzdem stellte sich dieses Gefühl von Ankommen bei mir nicht wirklich ein.

Es waren keine grossen Mängel, sondern viele kleine Details. In der Küche fehlten Gewürze, die Pfannen waren andere, die Schränke fremd. Alles korrekt, aber nichts wirklich unseres.

Eine Ferienwohnung bleibt, auch wenn sie noch so gut ist, immer ein Ort auf Zeit. Du lebst für ein paar Tage im Alltag von jemand anderem. Du passt dich an, richtest dich ein, arrangierst dich. Es funktioniert – aber es fühlt sich nicht nach Zuhause an.

Was Zuhause für mich wirklich bedeutet

Dabei musste ich an einen Satz denken, den ein ehemaliger Chef einmal zu mir gesagt hatte:
Auswärts soll es mindestens genau so schön sein wie zuhause.

Und genau da wurde mir klar, warum sich diese Ferien anders angefühlt haben.

Zuhause bedeutet für mich nicht möglichst viel Platz oder möglichst viel Ausstattung. Zuhause bedeutet Vertrautheit. Und ja, auch Komfort. Aber bewusst gewählter Komfort.

Unsere eigene Wohnung zuhause ist schöner. Und unser Camper auch. Nicht, weil dort alles perfekt ist, sondern weil alles stimmt. Gute Materialien. Durchdachte Abläufe. Dinge, die wir wirklich brauchen und gerne benutzen. Kein Überfluss, sondern Qualität.

Komfort neu gedacht – weniger Platz, aber mehr Stimmigkeit

Im Camper ist weniger Platz als in einer Ferienwohnung. Aber nicht weniger Komfort. Im Gegenteil. Der Komfort ist konzentrierter. Alles hat seinen Platz. Ich weiss, wo was liegt. Ich kenne die Abläufe, die Geräusche, die kleinen Rituale.

Der erste Kaffee am Morgen.
Das Zusammenräumen am Abend.
Das Gefühl von Ankommen – egal, wo ich stehe.

Viele Ferienwohnungen sind neutral eingerichtet, damit sie möglichst vielen gefallen. Funktional, praktisch, austauschbar. Ein Camper als Zuhause ist anders. Er ist nicht für alle gemacht. Sondern für die Person, die darin unterwegs ist.

Flexibel Ferien machen – statt ein Jahr im Voraus festlegen

Ein weiterer Punkt, der für mich immer wichtiger wird, ist die Freiheit bei der Planung. Eine Ferienwohnung bucht man oft Monate im Voraus. Du legst dich früh fest. Auf einen Ort. Auf ein Datum. Und hoffst dann, dass Wetter und Bedingungen passen.

Dieses Mal war genau das nicht der Fall. Die Unterkunft war lange im Voraus gebucht, das Wetter dann aber eher grau und wenig einladend. Kaum Spielraum, um spontan zu reagieren oder den Ort zu wechseln.

Mit einem Camper ist das anders. Du entscheidest später. Du schaust zuerst auf das Wetter. Hat es Schnee? Ist es sonnig? Regnet es? Und passt deine Route entsprechend an. Du bleibst länger, wenn es schön ist, oder fährst weiter, wenn es sich nicht stimmig anfühlt.

Diese Freiheit, sich nicht festlegen zu müssen, ist für mich ein zentraler Teil von Erholung.

Ferien im Camper – eine bewusste Entscheidung

Ferien in einer Unterkunft können gut passen, wenn du gerne früh planst, dich bewusst festlegst und dich schnell auf neue Umgebungen einstellst.

Ferien im Camper fühlen sich besonders dann richtig an, wenn dir Vertrautheit wichtig ist, wenn du Wert auf Komfort und Ästhetik legst, wenn Qualität wichtiger ist als Quantität und wenn du deine Ferien flexibel gestalten möchtest – auch abhängig vom Wetter und von deiner Stimmung.

Zuhause ist kein Ort, den man bucht

Diese Ferien haben mir wieder sehr klar gezeigt, dass Zuhause kein Ort ist, den man reserviert. Zuhause ist ein Gefühl. Und für mich fühlt sich dieses Gefühl unterwegs auf vier Rädern am stimmigsten an.

Nicht als Kompromiss.
Sondern als bewusst gewählte Form von Komfort, Freiheit und Luxus.

Nicole, Co-CEO und Marketing-Verantwortliche

Camping Kroatien: Unsere Erfahrungen mit Kind, Hund und Camper

Drei Wochen Sommerferien, ein Camper, viel Spontanität und ganz viel Lust auf Meer – das war unser Plan. Ursprünglich wollten wir an die französische Atlantikküste, doch schnell wurde klar: Spontanes Reisen mit Hund ist dort im Sommer eher schwierig. Also entschieden wir uns kurzfristig um – für Camping in Kroatien. Ein Land, das wir bisher nur aus dem Norden kannten und schon lange besser kennenlernen wollten.

Zwischenstopp in Slowenien: Campingplatz Šobec bei Bled

Unser Roadtrip startete Anfang Juli mit einem Stopp beim Campingplatz Šobec, nahe Bled in Slowenien – für uns nach wie vor einer der schönsten Plätze in der Region. Anfang Juli war es herrlich ruhig, wir standen fast alleine und konnten ein paar entspannte Tage am Badesee verbringen. Perfekt, um in den Ferienmodus zu kommen.

Insel Krk: Komfort für die ganze Familie

Nach vier Tagen ging es weiter auf die Insel Krk. Den Campingplatz Valamar Krk hatten wir rund zwei Wochen im Voraus gebucht – es hätte aber auch vor Ort noch freie Parzellen gegeben. Wir hatten grosses Glück: Unser Stellplatz lag in der hintersten Ecke mit direkter Sicht aufs Meer.

Die Insel Krk selbst hat uns persönlich nicht komplett überzeugt, aber unsere Tochter Juna liebte den Platz – vor allem wegen Pool, Rutschbahn und Kinderprogramm. Sie fand schnell Freunde, und so blieben wir drei Nächte.

Spontanes Reisen entlang der Küste

Ab diesem Punkt liessen wir uns treiben – ganz ohne Buchung, ganz ohne Stress. Wir fanden überall spontan freie Plätze, oft direkt am Meer auf dem Festland, gegenüber der Inselwelt. Es war ein bisschen wie früher: Einfach hinfahren, nach einem Platz fragen und sich umsehen. Die Campingplätze waren eher einfach, aber genau das machte ihren Charme aus. Authentisch, entspannt und unkompliziert.

Unser Highlight: Die Plitvicer Seen

Unser persönliches Highlight beim Camping in Kroatien waren ganz klar die Plitvicer Seen. Wir hatten im Vorfeld Abend-Tickets für den Nationalpark gebucht (Einlass ab 16 Uhr) – eine super Entscheidung, denn es war deutlich ruhiger als erwartet. Die Kulisse war atemberaubend und auch mit Hund funktionierte der Besuch wunderbar.

Der nahegelegene Campingplatz Plitvice Holiday Resort war eine echte Überraschung: neue, luxuriöse Sanitäranlagen, naturbelassene Anlage, ruhige Atmosphäre – und sogar ein Pool.

Rückweg mit Stopp in Rijeka

Auf dem Rückweg legten wir noch einen kurzen Stopp in Rijeka ein – einer Stadt, die aus unserer Sicht oft unterschätzt wird. Für einen kleinen Bummel über den Markt und ein leckeres Mittagessen lohnt sich der Abstecher auf jeden Fall.


🏕 Unsere Campingplatz-Tipps für Kroatien & Umgebung

👉 Camping Šobec (Slowenien, Nähe Bled)
Ruhig gelegener Platz inmitten der Natur mit Badesee, Spielplatz und viel Platz. Ideal für Familien und als Zwischenstopp Richtung Kroatien. Anfang Juli war es überraschend leer.

👉 Camping Valamar Krk (Insel Krk)
Grosser, gepflegter Campingplatz mit allem Komfort – Pool, Animation, Restaurant. Ideal mit Kindern. Unser Tipp: Unbedingt einen Stellplatz mit Meersicht buchen!

👉 Kleine, spontane Campingplätze an der Küste
Viele kleinere Plätze direkt am Meer bieten einfache Infrastruktur, aber dafür echtes Camping-Feeling – ganz ohne Trubel. Wir haben z. B. spontan auf dem Camping Kozica bei Karlobag und beim kleinen Camping Ujča südlich von Senj übernachtet. Beide lagen wunderschön direkt am Wasser, waren angenehm ruhig und hatten genau das, was wir suchten: Einfachheit, Natur und Entschleunigung.

👉 Plitvice Holiday Resort (Nähe Plitvicer Seen)
Luxuriöser, moderner Campingplatz mit top Sanitäranlagen, schöner Naturanlage und Pool. Perfekt gelegen für einen Besuch des Nationalparks – auch mit Hund.


Fazit: Camping Kroatien lohnt sich – auch im Sommer!

Unser Fazit? Camping in Kroatien lohnt sich definitiv, auch in der Hochsaison. Wenn du unkompliziert bist, gerne spontan unterwegs bist und auch einfache Campingplätze schätzt, findest du nach wie vor überall einen Platz. Das Meer ist traumhaft schön, die Natur beeindruckend – und die Plitvicer Seen sind ein absolutes Must-see.

Wintercamping – ein Erfahrungsbericht

Obwohl wir bekanntermassen seit Jahren eine begeisterte Camperfamilie sind, haben wir uns bisher nicht ans Wintercamping gewagt. Zu kalt, zu viel Gepäck mit kleinem Kind – die Liste der vermeintlichen Hindernisse war lang.

Doch vor ein paar Wochen war es soweit. Nach den Familientreffen und unter einer grauen Nebeldecke im Mittelland kam der Wunsch auf, dem tristen Wetter zu entfliehen. Unsere erste Idee war, Richtung Süden zu fahren – vielleicht Toskana, Frankreich oder Kroatien. Aber Wintercamping? Das kam eigentlich nicht infrage.

Doch dann sahen wir auf Social Media all die sonnigen, schneebedeckten Berglandschaften. Warum also nicht doch in die Berge? Irgendwohin, wo es ruhig und beschaulich ist, ohne grossen Trubel und volle Skipisten.

Unsere Wahl: Das Diemtigtal im Berner Oberland

Für vier Tage zog es uns ins Diemtigtal. Eine Gegend, die wir schon aus Sommerurlauben kannten – ruhig, urchig und fernab von Massentourismus. Perfekt für unsere Tochter, um Skifahren zu lernen, und ideal für uns, um das Wintercamping auszuprobieren.

Und unser Fazit? Es war toll! Klar, der erste Tag war etwas holprig. Wintercamping bringt neue Herausforderungen mit sich: Dinge, die wir nicht bedacht hatten, vergessene Ausrüstung und von anderen Dingen viel zu viel im Gepäck. Doch all das war Teil des Abenteuers. Die Freiheit und Spontanität, die wir am Campen so lieben, waren auch im Winter spürbar. Es war definitiv nicht unser letztes Wintercamping-Abenteuer.


Unsere Tipps für dein Wintercamping-Abenteuer

1. Die richtige Heizung
Eine gute Heizung sorgt nicht nur für Komfort, sondern schützt auch die Wasserleitungen und den Camper vor Frost.

2. Isolation ist das A und O
Thermomatten für die Fenster und Teppiche für den Boden sind unverzichtbar, um die Wärme im Camper zu halten.

3. Wintertaugliche Campingplätze wählen
Viele Plätze bieten im Winter spezielle Services wie beheizte Skiräume oder Skibus-Transfers. Eine gute Vorbereitung lohnt sich!

Mit der richtigen Ausrüstung und Planung wird Wintercamping zu einem unvergesslichen Erlebnis. Geniesse die Ruhe der Natur, verschneite Landschaften und gemütliche Stunden im warmen Camper. Dank moderner Heiz- und Isolationssysteme ist die Kälte kein Hindernis mehr.

Wenn du deinen Camper für den Winter optimieren möchtest, stehen wir dir gerne zur Seite. Ob Isolierung, Heizsysteme oder individuelle Anpassungen – gemeinsam sorgen wir dafür, dass du bestens für Minusgrade gerüstet bist. Lass uns deinen Camper winterfest machen und dein nächstes Abenteuer planen!

Bereit für dein eigenes Wintercamping-Erlebnis? Packen wir es an!

Nicoles Camping Blog: Meine Saison 2024 in der Schweiz

Camping Blog – warum ich meine Saison 2024 festhalten möchte

Ein bisschen Wehmut schwingt mit, denn für meine Familie und mich ist die Camping-Saison 2024 schon wieder vorbei. Auch wenn wir erneut rund 40 Nächte im Camper verbracht haben – für mich sind es einfach immer zu wenige. Doch nun ruft der Suisse Caravan Salon Ende Oktober, und bis dahin gibt es noch einiges zu planen und zu organisieren.

Meine Camping-Highlights und Entdeckungen 2024

Dieses Jahr haben wir viel Zeit in der Schweiz verbracht. Unsere Saison begann im Frühling mit ein paar Nächten in Sion, gefolgt von einer Reise über Auffahrt ins malerische Toggenburg. Die Region hat uns sehr gut gefallen, doch die Nomady-Plätze, die wir dort ausgewählt hatten, konnten uns nicht ganz überzeugen. Beim nächsten Mal würden wir wohl eher einen Stellplatz bei einer Bergbahn wählen.

An Fronleichnam ging es für einige Tage ins Tessin. Später erkundeten wir die Region rund um den Bielersee und verbrachten auch mal ein Wochenende in der charmanten Stadt Solothurn. Auch der Schwarzwald zog uns für ein Wochenende an – alles wunderschöne Tage in bereits mehr oder weniger bekannten Regionen.

Neuentdeckung Diemtigtal

Ein echtes Highlight dieser Saison war für uns jedoch das Diemtigtal im Berner Oberland – ein noch recht unentdecktes Juwel, das nicht übermässig touristisch ist. Ruhig, entspannt, mit einem fantastischen Panorama und einer Vielzahl an Wander- und Bike Trails. Wir haben die Zeit dort sehr genossen. Es gibt auch einige Übernachtungsmöglichkeiten: den offiziellen Campingplatz Eggmatte sowie verschiedene offizielle Stellplätze. Sicherlich waren wir nicht zum letzten Mal dort.

Slowenien – immer eine Reise wert, mit krönendem Abschluss in Tirol

Unsere Sommerferien verbrachten wir wieder einmal in Slowenien. Aufgrund eines Wanderunfalls war unser Aktionsradius etwas eingeschränkt, aber dennoch konnten wir neue Campingplätze entdecken. Besonders begeistert hat uns der Forest Camping Mozirje, der wunderschön in die Natur eingebettet ist. Auch der Campingplatz Menina mit Badesee und Kletterpark ist besonders für Familien mit Kindern sehr empfehlenswert.

Auf der Heimreise von Slowenien hatten wir Glück und fanden spontan einen Platz auf unserer diesjährigen Entdeckung: dem Gerhardhof im Tirol. Leider blieben uns nur zwei Tage, aber wir werden sicher zurückkehren, um die Gegend ausgiebig mit dem Mountainbike zu erkunden. Der Platz selbst hat uns schon komplett überzeugt: extrem freundliche und entspannte Mitarbeiter, eine wunderschöne Anlage mit Naturbadeteich und modernen Sanitärgebäuden. Wir haben uns vom ersten Moment an wohlgefühlt.

Ausblick auf die Saison 2025

In Slowenien haben wir in den letzten Jahren so gut wie jede Ecke erkundet. Im nächsten Jahr möchten wir in den Sommerferien für ein paar Wochen eine neue Richtung einschlagen: Nordspanien am Atlantik ist unser Ziel.

Auch in der Schweiz gibt es noch viele unbekannte Orte für uns zu entdecken. Wir freuen uns immer über deine Tipps!

Nicole, Marketingverantwortliche bei Two Stories

Campingplatz Alternativen Schweiz

Es ist Montag nach den Auffahrtstagen. Ich sitze wieder in meinem Büro und schwelge noch in den Camping Erinnerungen der letzten Tage.

Auffahrtstage? Da war doch was… Vermutlich denkst du nun an all die Staumeldungen der letzten Tage. Zwei Stunden Richtung Süden, fast dieselbe Zeit Richtung Graubünden. Man hatte das Gefühl, alle waren unterwegs in diesen Tagen um ein paar Tage auszuspannen. Die meisten klassischen Campingplätze waren bereits Anfang Jahr ausgebucht.
Aber: auch an den Feiertagen – oder gerade dann – gibt es sie: die Campingplatz Alternativen!

Egal welcher Campingtyp du bist, mittlerweile gibt es für jede/n das Passende. Bist du absolut freiheitsliebend, gerne für dich und ganz einfach unterwegs? Oder darf es doch etwas mehr Infrastruktur sein? In diesem Blogbeitrag zeige ich dir die verschiedenen Campingplatz Alternativen auf.

«Campingplatz Alternativen-Plattformen»

Du möchtest auf einem Bauernhof übernachten? Auf einem Feld oder einem Weingut? Seit einiger Zeit gibt es diverse Plattformen mit verschiedenen Angeboten und Modellen. Bei einigen bezahlst du einen Jahresbeitrag und kannst danach Übernachtungen kostenlos buchen, bei anderen bezahlst du pro Übernachtung. Die Infrastruktur variiert von null bis zu Sanitäreinrichtungen oder sogar kleinen Spielplätzen. Wir finden: eine tolle Alternative; vor allem an hoch frequentierten Tagen findet sich hier immer was.

Nomady
Wohl die mittlerweile bekannteste Plattform mit einer sehr grossen Auswahl an Plätzen. Viele von Bauern betrieben. Gewisse komplett in der Natur und alleine, einige Gastgeber bieten mehrere Stellplätze auf ihrem Grundstück an. Daher empfehlen wir, gut auf die Beschreibung zu achten. Wenn nicht unbedingt nötig, würden wir eine Unterkunft ohne Dusche nehmen; sonst kann es sein, dass du direkt neben dem Gastgeber Wohnhaus stehst.
Alles in allem: eine tolle Campingplatz Alternative, wenn unseres Erachtens auch etwas teuer.

PlaceToBee
PlaceToBee ist ein Netzwerk von Winzern, Landwirten, Produzenten, Brennereien, Käsereien und Touristenattraktionen, die dich einladen, mit deinem Reisemobil über Nacht kostenlos zu parken. Mit dem Kauf einer PlaceToBee-Mitgliedschaft hast du Zugang zu diesen Stellplätzen. Im Gegenzug beziehst du ihre Produkte und Dienstleistungen.

SwissHosts
Dasselbe Prinzip wie PlaceToBee verfolgt SwissHosts. Auch hier hast du die Möglichkeit, mit einer jährlichen Mitgliedschaft jeweils für eine Nacht bei Weingütern, Bauernhöfen, Brauereien, Käsereien und regionalen Restaurants zu übernachten und zu konsumieren.

Natur(nahe) Campingplätze

Unsere persönlichen Favoriten sind sehr naturnahe Campingplätze, welche keine Parzellen im Schachbrett-Format haben, aber dennoch eine gewisse Infrastruktur bieten. Wir schätzen manchmal den Komfort von Sanitäranlagen, Brotbestell-Dienst und fliessendem Wasser.

Unsere (bisherigen) Lieblinge in der Schweiz teilen wir hier gerne mit dir.

Camping Carrera im Bündnerland

Camping Monte San Giorgio im Tessin

Camping Saignelegier im Jura

Es gäbe noch viele weitere :-)

Wildcampen

In der Schweiz ist es leider immer schwieriger, komplett wild zu stehen. Wild campen ist nicht generell verboten, aber es gibt sehr viele Einschränkungen. Es ist kantonal und sogar auf Ebene Gemeinde geregelt. Wir empfehlen, dich vorher gut zu informieren.

Findest du aber einen Spot in der Natur oder sehr naturnah, ist es natürlich absolut toll! Für die Suche nach Campingspots empfehlen wir dir die App park4night oder auch einfach Google.

Dein Fahrzeug ist noch nicht komplett für das autarke Campen ausgerüstet? Gerne stehen wir dir dafür zur Seite; sei es für Solar oder eine andere Batterie.

Übrigens gab es schon mal einen Beitrag zum Wildcampen hier.

Offizielle Stellplätze

Immer mehr Gemeinden bieten offizielle Stellplätze gegen eine (meist recht geringe) Gebühr an. Eine echt gute Sache, um z.B. neben einer Bergbahn stehen zu dürfen. Auch dafür gibt es Seiten:

Wohnmobilland Schweiz
Stellplatz Info

Fazit: Der klassische Campingplatz vs. Campingplatz Alternativen

Auch der gemäss unserer Definition klassische Campingplatz hat absolut seine Berechtigung und Vorteile. Vor allem wenn man wie wir mit Kind unterwegs ist, schätzt man manchmal Spielplätze, eine Möglichkeit einzukaufen, ein Restaurant oder sogar einen Pool.

Aber: für alle, welche lieber etwas individueller campen möchten, gibt es mittlerweile Unmengen an Alternativen :-)

Nicole, verantwortlich für Marketing und den Firmengarten ;-) bei Two Stories

Camping in Slowenien: Tipps für die Hochsaison (inkl. Kroatien)

Dieses Jahr war es endlich soweit: Wir haben unser Slowenien Camping Erlebnis in der Hochsaison erweitert – mit Stopps in Österreich & Kroatien. Slowenien ist so vielfältig, ruhigere Natur, kinderfreundliche Plätze und wunderschöne Landschaften. Hier sind unsere Erfahrungen & Tipps.

Nach unserer letztjährigen wundervollen Reise durch Slowenien (–> hier gehts zum Blog darüber) entschieden wir uns, dieses zauberhafte Land nochmals zu besuchen und noch Stopps in Österreich und Kroatien einzubauen.

Am 5. Juli ging es für uns bei eher bescheidenem Wetter los Richtung Österreich. Wir hatten für zwei Nächte einen Campingplatz am Natterer See bei Innsbruck reserviert. Unser Ziel war es, dort etwas zu baden, zu wandern und eventuell auch zu biken. Aufgrund des mehrheitlich schlechten Wetters beschränkten sich unsere Aktivitäten darauf, zu Fuss die Gegend zu erkunden (die Wälder sind echt wunderschön) und den See für ein paar Stunden zu geniessen. Bei schönem Wetter ist es sicher eine sehr vielfältige Gegend. Der Campingplatz selbst ist sehr gut ausgestattet mit wohl den schönsten Sanitäranlagen, welche wir bisher je gesehen haben ;-)

Nach diesem Stopp ging es für uns weiter nach Slowenien auf den Camping Sobec, wo wir bereits letztes Jahr waren . Dieses Jahr entschieden wir uns für einen längeren Aufenthalt, um mal richtig zu relaxen und abzuschalten und auch einmal einen Tag einfach nur im Badesee zu planschen. Dies haben wir neben Bike Ausflügen nach Bled, Radovlijca und Ljubljana auch wirklich ausgekostet.
Tipp: Wenn du auch eher Natur und Ruhe suchst, empfehlen wir dir in der Hauptsaison auf jeden Fall einen Platz weiter unten in der Free Zone, wo die abendliche Live Musik weit weg ist.

5 Tage später fuhren wir über den Vrsc Pass und das Soca Tal nach Bovec, wo wir einen Platz auf dem Kamp Liza vorreserviert hatten. Diesen Camping kannten wir noch nicht und wurden total positiv überrascht. Er war komplett ausgebucht und trotzdem sehr familiär und entspannt. Das Kamp liegt wunderschön direkt am Fluss Soca. Direkt vom Campingplatz aus kann der bekannte Soca Trail gelaufen oder mit dem Kajak die Soca bezwungen werden. Neben Wanderungen und Baden in der eiskalten Soca fuhren wir einmal mit der Gondel auf den Berg Kanin und genossen die wunderschöne Aussicht.
Kleiner Geheimtipp: auf dem benachbarten Kajak Kamp Toni hat es eine tolle Yurten Bar mit Foodtruck. Die abendliche Stimmung dort war für uns einmalig und hat uns an Australien erinnert.

Von Bovec ging es dann weiter nach Funtana, Kroatien. Eigentlich war das eher so ein Geschenk an unsere Tochter, damit sie mit Wasserrutschen und Kids Club voll auf ihre Kosten kommt. Wir gönnten uns mit dem Istra Premium Camping den wohl teuersten Campingplatz, welchen wir je besucht haben (und auch je werden!).
Kroatien hat uns mit dem wunderschönen Meer, dem hervorragenden Essen und der Vielfältigkeit total begeistert. Irgendwann werden wir ganz sicher länger dorthin reisen und auch das Hinterland besichtigen.

Fazit

Auch in der Sommer Hochsaison sind einzigartige Camping Ferien möglich. Wenn du spezifische Campingplätze ansteuern möchtest, empfehlen wir eine Reservation. In Slowenien aber zum Beispiel gibt es viele Campingplätze mit Free Zone, wo sich meist auch spontan noch ein Plätzchen finden lassen sollte.
Wir für uns persönlich haben festgestellt, dass wir in Zukunft in der Hochsaison sicher mehr reisen und weniger lang am selben Ort stehen möchten. Aber das ist eine komplett individuelle Empfindung. Wir sind wohl eher Reisende und weniger «Ferien-Macher» ;-)

Mit dem Flex Ausbau unterwegs in Südfrankreich

Mitte April war es endlich soweit: unsere erste längere Reise mit unserem neuen Flex Camper stand an. Bisher hatten wir den Allrounder als unseren Familiencamper für längere Ferien genutzt und waren immer super happy damit; auch zu dritt mit unserer kleinen Tochter. Daher machte es mich etwas wehmütig, ihn dieses Mal zu Hause stehen zu lassen. Umso erfreuter bin ich darüber, dass ich nach den 10 Tagen unterwegs auch den Flex komplett in mein Herz geschlossen habe :-)

Los ging es am 13. April in Richtung Südfrankreich. Ursprünglich wollten wir in die Toskana; aufgrund der etwas höheren Temperaturen in Frankreich hatten wir uns spontan noch umentschieden. Bei unserer Abfahrt war es sowohl hier wie auch in Frankreich kühl und nass. Daher entschieden wir uns, auf halbem Weg im Novotel in Valence zu übernachten. Dies war eine super Entscheidung: das Hotel ist für einen Stopp bedingungslos zu empfehlen!

Von Valence ging es dann weiter nach Montpellier. Eine wirklich sehenswerte Stadt, welche wir bei etwas besserem Wetter ein ander Mal sicher noch eingehender erkunden möchten. Neben der Innenstadt haben wir noch das Ozeanium besucht, welches uns jedoch nicht ganz überzeugt hat.

Die nächsten paar Tage verbrachten wir etwas unterhalb von Montpellier auf dem Yelloh Camping la Petite Camargue. Ein toller Platz für Familien inklusive riesiger Poolanlage, Spielplatz, Reitstall etc. Zu Beginn waren wir praktisch alleine dort und es war total relaxed. Besonders hervorheben möchte ich übrigens die Sauberkeit in der gesamten Anlage, insbesondere der Sanitäranlagen.

Weiter ging es danach nach Saintes-Maries-de-la-Mer. Ein süsses Städtchen direkt am Meer mit vielen kleinen Fischrestaurants und haufenweise Flamingos. Hier gibt es ebenfalls einen Campingplatz, aber auch einen Stellplatz direkt am Meer.

Unser nächster Stopp war Avignon. Unser Campingplatz dort war nicht der Rede wert, aber trotzdem hatten wir ein paar schöne, entspannte Tage.

Über Lyon und einem Tag Sightseeing ging es für uns danach wieder zurück in die Schweiz.

Und unser Fazit? Etwas Sonne tanken tat sehr gut und gewisse Orte in Südfrankreich konnten uns wirklich überzeugen. Wir bleiben aber bekennende Italien-Fans ;-).
Der Flex Ausbau hingegen konnte komplett standhalten und überzeugen. Wir werden ihn diese Saison weiterhin auf Herz und Nieren testen und passende Gadgets dafür werden folgen.

Unsere Empfehlungen

Hotel Novotel Sud für den Zwischenstopp bei schlechtem/kaltem Wetter
Ein echt toll renoviertes Hotel mit einem coolen Style. Perfekes Frühstücksbuffet. Auch mit Kindern sehr geeignet (hat sogar eine Kinderspielecke)

Yelloh! Camping La Petite Camargue in Aigues-Mortes
Wunderbarer Feriencampingplatz für die ganze Familie

Stellplatz in Saintes-Maries-de-la-Mer
Schöner Stellplatz direkt am Meer

Camping mit Kind

Campen mit Kind im VW Bus? Ja klar!

Campen mit Kind – für uns die absolut perfekten Familienferien! Immer wieder mal werden wir nach unseren Erfahrungen mit Kind im VW Bus oder nach Campingplatztipps für Familien gefragt. Daher dieser Blogpost zum Thema Familiencampen :-).

Wie alles begann

Unsere Tochter – mittlerweile 5 Jahre alt – ist eine Vollblutcamperin. Bereits im Alter von 6 Monaten waren wir das erste Mal mit ihr campen. Damals noch in einem selbst ausgebauten VW Bus ohne Schlafdach. Es war kuschlig, funktionierte aber auch wunderbar. Kleiner Einschub: Juna war ein Schreibaby; daher war es bereits dazumals für uns die entspannteste Art Ferien mit ihr zu machen. Lustigerweise hatte sie aber im Camper so wenig geschrien wie sonst nirgends ;-)

Die ersten 1.5 Jahre waren wir mit unserem alten Bus unterwegs; mal hier und mal da. Zwischendurch waren wir auch mal auf einem Roadtrip mit einem gemieteten Camper mit Schlafdach 3 Wochen durch Portugal. Diese Erfahrung hat uns auf den Geschmack gebracht: wir bestellten uns einen neuen VW Bus, welchen wir mit einem Schlafdach sowie einem VANING Ausbau bestücken liessen. So begann die Geschichte von Two Stories, welche hier nachzulesen ist.

Unsere Erfahrung zum Thema Campen mit Kind

Seither waren wir zusammen mit Juna 2.5 Monate mit einem Camper durch Australien gereist, verbrachten Campingferien in Slowenien, Italien und der Schweiz. Wir waren während der Corona Zeit wildcampen, haben aber auch das komplette Kontrastprogramm gemacht und ihr zuliebe Campingplätze mit Wasserrutschen und Animation besucht. Eines war überall dasselbe: es waren und sind immer die entspanntesten Ferien für die ganze Familie. Wir können unseren Tagesablauf je nach Altersphase von Juna anpassen, können sie ins Bett bringen und noch ein Glas Wein vor dem Camper trinken. Sie findet überall extrem schnell Freunde. Und wenns mal regnet oder kalt ist? Dann kuscheln wir uns zusammen, gehen mal früh ins Bett oder auswärts essen. Und die grossen Vorteile des VW Busses? Wir sind flexibel, können rumreisen und nutzen unseren Bus auch im Alltag mit Kind. Mittlerweile unseren Bus mit Flex Ausbau, welcher perfekt für Familien geeignet ist.

Unsere Campingplatztipps fürs Campen mit Kind

Hier eine Auswahl der Campingplätze, welche wir mit Juna am meisten genossen hatten. Uns ist immer wichtig, dass der Platz sowohl für uns wie auch für sie etwas zu bieten hat, resp. sich jede/r aus der Familie wohl fühlt.

Camping Sobec bei Bled in Slowenien

Normalerweise sind wir keine Ferien-Rückkehrer. Lieber entdecken wir ständig Neues. Aber diesen Campingplatz werden wir diesen Sommer bereits zum dritten Mal besuchen. Mit dem Badesee, den vielen Bäumen und der relaxten Atmosphäre gehört er zu unseren und Juna’s absoluten Lieblingen.

Camping Esperidi in der Toskana

Der perfekte Platz mit dem VW Bus! Ein Grossteil der Stellplätze kann nicht reserviert werden und einige Plätze in den Sandbuchten sind nur mit einem Van erreichbar. Dafür steht man dann wunderschön in den Pinien. Toller Poolbereich.

Turiscampo Algarve

Portugal ist ja das Traumland mit dem Campervan und grundsätzlich ist es nicht nötig, auf grosse Campingplätze zu gehen. Wenn aber die Kinder mal wieder nach einem Pool und Spielplätzen fragen, dann geh hierhin. Der Campingplatz strahlt trotz der Grösse und der Ausstattung eine tolle Ruhe und Ambiance aus.

Und in der Schweiz? Hier habe ich mal einen Blogbeitrag mit Lieblingsplätzen gepostet.