
Camping in Portugal stand schon lange ganz oben auf unserer Wunschliste. In den letzten Jahren waren wir bereits mehrmals mit dem Flugzeug, Mietauto oder Mietcamper unterwegs. Doch einmal mit unserem eigenen Camper bis nach Portugal zu fahren, war immer ein Traum. Die lange Anreise und die Schulferien hielten uns bisher davon ab.
Diesen Sommer hatten wir endlich fünf Wochen Zeit. Also packten wir unseren Camper, unsere Tochter Juna und unseren Hund Mocca und machten uns auf den Weg Richtung Süden.
Heute können wir sagen: Der Traum hat sich mehr als erfüllt. Und wir sind uns jetzt schon sicher, dass wir auch nächstes Jahr die rund 20-stündige Fahrt wieder auf uns nehmen werden.
Unser Start an der französischen Atlantikküste
Unsere Reise begann in Lacanau an der französischen Atlantikküste. Tragischerweise ist die Region heute von grossen Waldbränden betroffen. Als wir Mitte Juni dort ankamen, konnten wir die Gegend jedoch noch unbeschwert geniessen.
Halbleere Campingplätze, kilometerlange Sandstrände und perfekte Wellen sorgten für einen entspannten Start in die Ferien. Lediglich die Temperaturen von bis zu 43 Grad machten uns etwas zu schaffen.
Natürlich durfte auch ein Abstecher nach Hossegor nicht fehlen. Neben einigen Surf Sessions gehört ein Besuch der Surf Outlets dazu.
Ein kleiner Tipp für alle, die ebenfalls Richtung Portugal unterwegs sind: Der Wohnmobilstellplatz in Capbreton hat uns sehr positiv überrascht. Er ist einfach ausgestattet, liegt aber direkt hinter den Dünen und bietet Toiletten sowie Aussenduschen. Selbst auf unserer Rückreise Mitte Juli fanden wir dort problemlos noch einen Platz.






Camping in Portugal – endlich angekommen
Nach einem Zwischenstopp in Salamanca führte uns unsere Route über Sevilla schliesslich Ende Juni nach Olhão in Portugal.
Dieses Gefühl, endlich wieder die portugiesische Grenze zu überqueren, lässt sich kaum beschreiben.
Eines möchten wir bereits vorwegnehmen: Während unserer gesamten Reise haben wir keinen einzigen Campingplatz reserviert.
Genau diese Freiheit macht Camping in Portugal für uns so besonders. Wir entschieden jeden Morgen neu, worauf wir Lust hatten. Wollen wir bleiben? Weiterfahren? Einen Strandtag einlegen oder lieber in ein kleines Café sitzen? Alles war möglich. Und obwohl Sommerferien waren, fanden wir immer problemlos einen Stellplatz oder Campingplatz.

Die Algarve – schön, aber nicht ganz unser Tempo
Unsere ersten Tage verbrachten wir rund um Olhão, Faro und Lagos.
Die Landschaft ist wunderschön, allerdings war es uns dort bereits Ende Juni etwas zu touristisch. Auch Strände, an denen Hunde erlaubt oder zumindest toleriert werden, fanden wir deutlich schwieriger als erwartet.
Deshalb zog es uns schon bald weiter Richtung Westen.


Sagres – genau unser Vibe
Mit Sagres begann für uns der Teil Portugals, den wir besonders lieben.
Obwohl der Ort ebenfalls zur Algarve gehört, fühlt er sich komplett anders an. Weniger touristisch, rauer und entspannter. Wir vergleichen Sagres oft mit Exmouth in Australien – ebenfalls ein Ort mitten im Nirgendwo, der genau deshalb seinen ganz eigenen Charme hat.
Hier fanden wir wunderschöne Strände, an denen Mocca willkommen war. Wir gingen surfen, tranken Kaffee in kleinen Cafés und genossen einfach das Leben.
Ohne Programm. Ohne Zeitdruck.
Genau deshalb reisen wir.






Entlang der Westküste
Von Sagres aus fuhren wir gemütlich Richtung Norden.
Aljezur, Monte Clérigo und Porto Covo gehören für uns zu den schönsten Orten Portugals. Traumhafte Strände, gutes Essen, entspannte Menschen und genau die Atmosphäre, die wir suchen.
Dabei wurde uns einmal mehr bewusst: Wir brauchen keine luxuriösen Campingplätze. Für uns sind sie in erster Linie ein Ort zum Schlafen. Den grössten Teil des Tages verbringen wir ohnehin draussen – am Strand, im Wasser, im Café oder unterwegs.
Deshalb spielt es für uns kaum eine Rolle, ob ein Campingplatz fünf Sterne hat oder einfach nur sauber und ruhig ist.




Ericeira – unser Happy Place
Und dann kam Ericeira.
Eigentlich wollten wir drei Nächte bleiben.
Dann wurden daraus fünf.
Am Ende waren wir ganze sieben Tage dort.
Für uns ist Ericeira längst mehr als nur ein Ferienort. Es fühlt sich fast wie eine zweite Heimat an. Ich scherze manchmal, dass ich in einem früheren Leben wohl irgendwie hierher gehört habe.
Der Campingplatz ist einfach, bietet aber Meerblick und liegt nur wenige Gehminuten vom Städtchen entfernt. Juna war fast täglich mit dem Skateboard im Skatepark von Boardriders unterwegs, wir stöberten durch Surfshops, sassen in kleinen Cafés und lernten viele Familien kennen, die – genau wie wir – mit ihren Vans aus der Schweiz, Deutschland oder Österreich nach Portugal gereist waren.
Wir hätten problemlos noch eine weitere Woche bleiben können.
Irgendwann führte der Weg aber zurück Richtung Spanien, Frankreich und schliesslich in die Schweiz.










Unser Fazit zum Camping in Portugal
Würden wir wieder mit dem Camper nach Portugal fahren?
Ohne zu zögern.
Nicht, weil dort die luxuriösesten Campingplätze Europas auf uns warten. Ganz im Gegenteil. Viele Plätze sind einfach – und genau das gefällt uns. Man verbringt ohnehin die meiste Zeit draussen.
Was Portugal für uns so besonders macht, ist die Freiheit.
Leere Strände. Freundliche Menschen. Gutes Essen. Die Möglichkeit, morgens spontan zu entscheiden, wohin die Reise weitergeht. Keine Reservationen, keine fixen Pläne und trotzdem fast immer problemlos einen Stellplatz zu finden.
Auch mit Hund war Camping in Portugal für uns sehr unkompliziert. Abseits der grossen Touristenorte fanden wir viele hundefreundliche Strände und wurden in Restaurants und sogar in einigen Geschäften herzlich empfangen.
Für uns steht deshalb schon heute fest: Portugal wird uns auch in Zukunft immer wiedersehen.
Unsere Portugal-Route auf einen Blick
Reisedauer: 5 Wochen
Reisezeit: Mitte Juni bis Ende Juli 2026
Gefahrene Strecke: ca. 5000 km
Mit dabei: 2 Erwachsene, 1 Kind (8), 1 Hund
Campingplätze reserviert: keine
Unser persönliches Highlight: Ericeira
Nicole, Co-CEO und Marketing-Verantwortliche